Brennnesselsamen – heimisches Superfood – gratis

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Gestern war ich unterwegs und habe „Gesundheit gesammelt“.

Jetzt ist nämlich die Zeit, wo die Brennnesseln voll mit Samen hängen und diese Samen sind sehr wertvoll und reich an Nährstoffen. Sie enthalten vor allem viel pflanzliches Protein, was gerade bei einer veganen Lebensweise wichtig ist, da die üblichen tierischen Eiweißquellen entfallen. Außerdem enthalten die Samen wichtige Mineralien wie Kalium, Eisen und Kalzium. Auch Vitamine wie A, B und C schenken uns die Brennnesselsamen. Chlorophyll gibt es reichlich obendrauf. So einiges anderes wie Carotinoide gibt´s auch noch gratis dazu.

Brennnesselsamen können z.B.  bei Müdigkeit und Erschöpfung helfen. Sie sind vor allem auch für vegane Sportler gut geeignet. Haare und auch Augen sollen gestärkt werden. Außerdem steigern sie  den Östrogenspiegel und sind deswegen für Frauen interessant, auch während der Wechseljahre. Sie wirken entwässernd und können bei Gicht und Rheuma unterstützen. Sie sollen zudem aphrodisierend wirken. Wie immer muss jeder für sich selbst ausprobieren, ob und wie sie wirken. Am besten mit kleineren Mengen beginnen, z.B. 1-2 TL pro Tag und den Körper genau beobachten.

Deswegen habe ich mich gestern auf den Weg gemacht und Brennnesselsamen gesammelt. So wird´s gemacht und das solltest du beachten:

  • Suche dir einen sonnigen Tag aus, damit die Pflanzen schön trocken sind.
  • Bevor du losmarschierst, nimm eine Schere, Garten-Handschuhe und einen Sammelbeutel mit.
  • Du solltest die weiblichen Samen sammeln, denn es gibt nämlich männliche und weibliche Brennnesseln, die einen unterschiedlichen Samenstand haben. Die männlichen Brennnesseln haben Fäden mit Pollenkapseln, die vereinzelt mehr oder weniger waagerecht abstehen und die weiblichen Brennnesseln bestäuben. Die weiblichen Brennnesseln sind sehr üppig mit Samen ausgestattet, die schwer herunterhängen. Die willst du haben!Brennnessel3 Mann 

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  • Achte darauf, dass die Samen reif sind. Das erkennst du daran, dass sie leicht gelblich oder auch bräunlich sind.
  • Knicke oder schneide den oberen Teil der Pflanze, der mit Samen ausgestattet ist, ab. Sammle dann einige Pflanzenteile in einer Tüte. Wenn du eine gute Stelle gefunden hast, geht das recht flott.
  • Zuhause nimmst du dir dann eine große Schüssel und ein groblöchriges Sieb, bei dem die Samen durchfallen können. Stelle bzw. hänge das Sieb in/über die Schüssel. Dann nimm eine Brennnesselpflanze (Handschuhe!) und streiche die Samen über dem Sieb von oben nach unten ab. Das wiederholst du mit den anderen ebenso. Da auch einige Blätter etc. in das Sieb fallen, immer mal wieder die Samen durchsieben.Brennnessel7
  • Wenn du fertig bist und die Samen komplett durchgesiebt sind, breite die Samen auf einem Blech aus und stelle sie in die Sonne, hier sollte es einigermaßen windgeschützt sein, sonst fliegen dir die Samen weg. Zwischendurch immer mal wieder wenden.  Alternativ kannst du natürlich auch das Dörrgeräte mit max. 42 Grad nehmen.Brennnessel10
  • Achso und immer locker bleiben. Wenn du genau in deine Brennnesselsamen schaust, wirst du bemerken, dass da noch ganz schön viel lebt. Die Tierchen krabbeln aber von ganz allein weg, denn sie merken, dass sie nicht mehr an ihrer Brennnesselpflanze sitzen und wollen deswegen weg… Also, falls du die Samen in den Dörrer schiebst, erstmal ein bisschen warten bis alles ruhig ist 😉
  • Lieber etwas länger als kürzer durchtrocknen lassen, da die Samen sonst eventuell anfangen zu schimmeln, da doch noch eine Restfeuchte enthalten ist.
  • Fülle alles in ein Glas, beschrifte es und versehe es mit einem Datum.Brennnessel11

Die getrockneten Brennnesselsamen kannst du prima über deinen Salat streuen oder auch das Pesto damit verfeinern. Du kannst deinen grünen Smoothie damit bereichern oder das (Rohkost)-Brot aufwerten. Außerdem sind sie toll, um über den Winter kommen, wo es ja leider nicht so viele Wildkräuter gibt. Es gibt sicher noch viel mehr Verwendungsmöglichkeiten. Schreibe mir gerne, wie du die Brennnesselsamen nutzt.

Viel Spaß beim „Gesundheit einsammeln“ 😉

You are nature!

Liebe Grüße

Silke

WIR FRESSEN UNS ZU TODE von Galina Schatalova – die Hygiene der Ernährung

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Im Urlaub habe ich ein für mich sehr spannendes Buch gelesen. Es handelt sich um das Buch „Wir fressen uns zu Tode“ von Galina Schatalova – eine russische Ärztin, die Chirurgin und Wissenschaftlerin war. Inzwischen ist sie 2011 mit 95 Jahren (angeblich durch einen Treppensturz) gestorben.

Das Buch ist bereits 1996 erschienen. Sie vertritt ein ziemlich umfassendes Gesundheitskonzept, bei dem neben der Nahrung, die möglichst ursprünglich und deutlich reduziert sein sollte, auch Bereiche wie die Atmung, Bewegung und Abhärtung berücksichtigt werden.

Doch noch vor diesen physischen Gesichtspunkten sieht sie die geistige und psychische Komponente, die bei der Gesundung eine wichtige Rolle spielt.

An dieser Stelle will ich gar nicht weiter auf den kompletten Inhalt eingehen, der wirklich lesenswert ist. Vielmehr möchte ich ein Kapitel mit Euch teilen, das für mich nochmal so einen besonderen Aha-Effekt hatte. Es ist das allerletzte Kapitel und die Überschrift lautet:

Die Hygiene der Ernährung. Weiterlesen

Mein Kombucha-Experiment

Kombucha

Die letzten Wochen habe ich mich mit dem Thema „Kombucha“ beschäftigt. Bei Kombucha handelt es sich um ein Gärgetränk, das durch Fermentation entsteht. Dafür habe ich das Kombucha-Set zum Selberbrauen von der Firma fairment ausprobiert. Das ist eine kleine Manufaktur, die es seit 2 Jahren in Berlin gibt und von Leon Benendes und Paul Seehorst gegründet worden ist. Sie ist deutschlands erste Bio- & Raw-Kombucha-Brauerei. Weiterlesen

Ist Rohkost wirklich so gesund?

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Die Frage, welche Ernährungsform denn nun am Gesündesten ist, ist ja schon uralt. Nicht selten haben sich die Theorien, was denn nun für uns am Besten sein soll, komplett gedreht. Während z.B. Milch noch vor einigen Jahren ein absolutes Muss war, um den Calciumbedarf zu decken, gerät sie heute immer mehr als Mineralstoffräuber und Verschleimer in Verruf.

Auch bei der Rohkost gibt es viele Befürworter, doch wenn es darum geht, sich NUR noch von Rohkost zu ernähren, gehen die Meinungen doch wieder auseinander. Ja, und wer hat jetzt recht? Weiterlesen

Aus pflanzlicher Nahrung durch Schmauen® das Beste herausholen

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Ich habe die letzten Tage ja über die Wichtigkeit des gründlichen Schmeckens und Kauens (Schmauen®) berichtet, HIER, HIER und HIER. Da gibt es so viele Vorteile, die neben der Körperebene bis in die geistige und emotionale Ebene hineinreichen. Wenn die Kombination von einem „normalen“ gekochten Essen und dem Schmauen ® schon so ertragreich ist, dann liegt die Vermutung nahe, dass Weiterlesen

Süßes (roh)köstliches Mittagessen

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Heute gab´s mal was Süßes zum Mittag. Chinakohlblatt mit einem Dip bestrichen aus Sesam, Karotte, Ingwer, Curry, Salz und obendrauf Khaki-Frucht, Banane und Alfalfa-Sprossen. Fertig. Yammi. Hat gerade mal 2 Minuten gedauert (Dip und Sprossen hatte ich natürlich schon – Dip-Rezept kommt demnächst, ich muss noch ein bisschen feilen). Wer keinen Aufstrich selber machen möchte, kann z.B. auch den Curry-Mango-Aufstrich von Alnatura nehmen. Ist dann zwar nicht mehr rohköstlich, aber köstlich auf alle Fälle.

You are nature!

Liebe Grüße

Silke

Und nochmal: Vorteile vom Schmauen ®

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Heute möchte ich noch einmal über die Vorteile des Schmauens ® berichten.  Was es generell mit dem Schmauen ® auf sich hat, kannst Du HIER und HIER nachlesen. Wenn wir im Einklang mit der Natur essen, nämlich ausgiebig kauen, schmecken, genießen, leicht verdauen, natürliche Lebensmittel wählen, Hunger- und Sättigungsgefühle berücksichtigen, dann verhilft uns die Natur automatisch zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

Wer intensiv schmaut, hat laut Jürgen Schilling (Autor von Kau dich gesund!) folgende Vorteile: Weiterlesen