Kann man vom Yoga satt werden?

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Gestern Morgen war ich beim Yoga und es war eine schöne und gleichzeitig anstrengende Stunde. Danach war ich so richtig zufrieden. Ich bin dann noch mal eben zu einem Bio-Supermarkt gegangen, der dort gleich um die Ecke ist – und war erstaunt! Dort werden manchmal Essensproben angeboten, mal eine aufgeschnittene Ananas, mal ein paar Nüsse, mal ein paar Kekse und oft ist aber auch schon alles aufgefuttert. Heute kam ich in den Supermarkt und es war das reinste „Paradies“. Alles war frisch aufgefüllt. Es gab aufgeschnittene Feigen, Cashews, Kekse, Chips und noch so einiges mehr zum Naschen. Und obwohl es schon 11:30 war und ich noch gar nicht gefrühstückt hatte, hatte ich einfach überhaupt keinen Hunger! Warum war ich pappsatt? Ich glaube, weil ich mich aus anderen Quellen genährt hatte:

  • Ich habe beim Yoga viel und intensiv geatmet, alle Zellen sind gut mit Sauerstoff versorgt worden. D.h. der Körper ist wirklich auf zellulärer Ebene genährt worden, diese Art der Versorgung brauchen wir, damit alle biochemischen Prozesse einwandfrei funktionieren können. Das Energielevel steigt deutlich durch eine vertiefte Atmung.
  • Ich habe mich ordentlich bewegt. Dadurch wurde ebenfalls die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessert. Die Energieversorgung war einfach besser als wenn ich einfach nur auf der Couch gesessen hätte. Dadurch, dass beim Yoga nicht permanent an die eigene Leistungsgrenze gegangen wird, im Einklang mit der Atmung und der eigenen Verfassung praktiziert wird, verbraucht sich die aufgenommene Energie auch nicht gleich wieder, sondern kann gespeichert werden.
  • Eine Besonderheit beim Yoga ist, dass zwischendrin immer mal wieder kleine Pausen eingebaut werden, je nach Stil mal mehr und mal weniger. Aber bei allen Stilen gibt es in der Regel eine Endentspannung. Dadurch können die aufgetankten Energien noch einmal gut im ganzen Körper verteilt werden und wenn der Körper doch ein bisschen kaputt ist, kann er sich schnell regenerieren.
  • Beim Yoga und auch danach fühle ich mich oft zuversichtlich, dankbar und getragen.
  • Auch die angenehme Atmosphäre trägt zu einer inneren Nährung bei. Man fühlt sich einfach wohl.
  • Das ein oder andere nette Gespräch tut das Restliche.

Obwohl ich also gar nichts gegessen habe, habe ich mich fabelhaft innerlich genährt.

Es lohnt sich, auch im Alltag immer mal wieder Ausschau zu halten nach dieser inneren Nahrung. Oft essen und essen wir ja , sollten eigentlich proppenvoll sein und trotzdem sind wir einfach nicht satt und zufrieden. Das geht mir auch manchmal so – und auch wenn ich´s mit Rohkost mache: Der springende Punkt ist, dass ich in solchen Momenten nicht wirklich mit mir in Verbindung stehe.

Was nährt Dich von innen? Ein paar tiefe Atemzüge, ein Gang an der frischen Luft durch die Natur, ein Sonnenbad, eine schöne Musik, das Zusammensein mit netten Menschen, Kreativität, das Verfolgen eines Herzenswunschs, ein paar schöne Gedanken? Sättige dich von innen! Höre auf, gegen dich anzukämpfen, sondern nimmt Kontakt zu dir auf. Spüre nach innen und nimm die Botschaften deines Körpers wahr. Komm in den Einklang mit dir. Wonach hungerst du wirklich? Und dann erfülle dein Bedürfnis, so gut es in dem Moment geht. Manchmal handelt es sich sicherlich auch um komplexere Bedürfnisse, die über einen längeren Zeitraum angeschaut und gestillt werden wollen. Ich habe jedenfalls für mich herausgefunden, dass es ist nicht nur die Nahrung ist, die mich mit Energie und Erfüllung versorgen kann. Wie sind deine Erfahrungen?

You are nature!

Liebe Grüße

Silke

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