So bin ich zur Rohkost gekommen und wie es weitergeht

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So ziemlich genau vor 2 Jahren lag ich nachts im Bett und hatte Angst um meine Gesundheit. Ich hatte zu der Zeit immer wieder schwere Erkältungen, die ich einfach nicht losgeworden bin, sondern die sich teilweise sogar zu einer ordentliche Lungenentzündung entwickelt haben, d.h. mein Immunsystem war einfach sehr angeschlagen.  Ich hatte außerdem seit 6 Jahren eine Rosazea (Altersakne, angeblich unheilbar) im Gesicht. Na toll, nicht wirklich etwas, womit man sich mit 45 Jahren beschäftigen und belasten möchte. Mein Energielevel war ziemlich niedrig. Meine Hüften taten weh und überhaupt kroch der Schmerz von einem Körperteil zum nächsten. Es gab noch einige andere Hinweise und Symptome, dass ich völlig aus dem Gleichgewicht geraten war.

In dieser Nacht habe ich mir geschworen, mich nur noch mit dem besten und gesündesten Essen zu beschenken. Für mich bedeutete das schon damals automatisch ROHKOST, da sie am nächsten an der Natur war, unverarbeitet, ohne Geschmacksverstärker, am Reinsten, am Vitalstoffreichsten, am Gesündesten. Ich fand die Rohkost einfach vom Kopf her am logischsten und auch mein Herz hat intuitiv ja gesagt.

Tja, und dann habe ich am nächsten Morgen einfach mit Rohkost angefangen, weil ich aus tiefstem Herzen davon überzeugt war, dass sie mir helfen kann. Außerdem hatte ich tief in mir beschlossen, mir nur noch Gutes zu tun. Das ist mir mit dem Essen auch ganz gut gelungen und ich muss bis heute nur selten mit mir kämpfen, sondern es ist einfach klar, dass Rohkost am Sinnvollsten für mich ist. Es fiel vieles weg wie Milchprodukte, Getreideprodukte, Fleischprodukte (habe ich eh sehr selten gegessen) und halt alles Verarbeitetes und Erhitztes. Dafür sind aber auch viele leckere Rezeptideen aus Obst, Gemüse, Samen und Nüssen dazu gekommen.

Meine Rosazea hat sich tatsächlich stark verbessert und tritt heute nur noch zyklusabhängig an bestimmten Tagen in leichter Form auf – eine große Erleichterung für mich. Mein Energielevel ist noch nicht top, aber um einiges besser. Manchmal spüre ich richtige Energieschübe, wenn auch noch nicht durchgehend. Meine Hüften haben sich wieder beruhigt. Allerdings hatte ich nach ca. einem halben Jahr nach der Ernährungsumstellung nochmals eine heftige Lungenentzündung – heute sehe ich es als eine Entgiftungserscheinung. Seitdem hatte ich in 1 ½ Jahren nur eine einzige leichtere Erkältung. Es haben sich auch noch einige andere Dinge verbessert, aber einige Dinge auch nicht. Für diese Wehwehchen hatte ich mir mehr von meiner Ernährungsumstellung versprochen.

Heute habe ich verstanden, dass zu einer vollkommenen Gesundung noch einiges mehr dazu gehört als die gesunde Ernährung, auch wenn sie ein wichtiges Fundament darstellt. Jedenfalls bei mir. Körperlich ist es völlig klar, dass noch Aspekte eine Rolle spielen wie ausreichende Bewegung, Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung, gesunde Atmung und genügend Sonne und da bin ich auch ganz gut dabei. Mir persönlich fällt es relativ leicht, an Veränderungen auf der körperlichen Ebene zu arbeiten. Schwieriger finde ich die gedankliche und emotionale Ebene.  Ich weiß, dass bei mir zusätzlich negative Gedankenspiralen eine Rolle spielen, Perfektionsfantasien eine Rolle spielen, Ängste eine Rolle spielen,  Beziehungen eine Rolle spielen ach und noch so einiges mehr. Mittlerweile glaube ich, dass es wichtig ist, diese „Schwächen“ wahrzunehmen, anzuschauen, da sein zu lassen und sie zu sich zu nehmen, sie anzunehmen. Wichtiger als sie wie einen Feind verjagen und ausmerzen zu wollen.

In diesem Sinne lasse ich die Rohkost jetzt weiterlaufen, ich möchte sie auch nicht mehr missen (und ein paar Verbesserungen habe ich auch noch auf dem Zettel), und schaue parallel immer mal wieder genau hin, was da so mental und gefühlstechnisch in mir vorgeht.  Und wer weiß, vielleicht entpuppen sich vermeintliche Schwächen sogar als Stärken. Ich lass mich überraschen, wo mich die Entdeckungsreise hinführt. Fließen anstatt Kämpfen!

You are nature!

LG Silke

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